Vom Meister zum Master
"Offene Hochschulen" verbinden erfolgreich berufliche und akademische Bildung
Es gibt sie, die zweite Chance: Berufstätige ohne Abitur können an ausgewählten deutschen Hochschulen studieren, um den Aufstieg im Job zu schaffen und Führungskräfte qualifizieren sich berufsbegleitend mit einem MBA für höhere Aufgaben. "Offene Hochschule" heißt das Zauberwort, das berufliche und akademische Bildung erfolgreich verzahnt.
Der Kfz-Meister kann zukünftig auch ohne Abitur den Master als Wirtschaftsingenieur machen, die pharmazeutisch-technische Assistentin ein Pharmaziestudium absolvieren, der Elektriker Elektrotechnik studieren oder eine Führungskraft dank des nachträglichen Master-Abschlusses zum nächsten Karrieresprung ansetzen. Die Zulassung zum Studium kann nach mindestens dreijähriger Berufserfahrung erfolgen, wenn der spezielle Studiengang verwandt mit dem erlernten Beruf ist. Im Job erworbene Kompetenzen werden im Studium berücksichtigt. Für ausgewählte Weiterbildungs-Projekte hat die Initiative ANKOM (Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge ) seit 2005 Verfahren entwickelt und in einigen Hochschulen eingeführt, mit denen Berufserfahrung angerechnet werden kann.
Ziel der "Offenen Hochschule" ist es, die Durchlässigkeit von akademischer und beruflicher Bildung zu verbessern, zudem die Vereinbarkeit von Beruf und Studium sowie eine praxisorientierte akademische Ausbildung zu ermöglichen. Das BMBF fördert Hochschulen, die Brücken zwischen beruflicher und akademischer Bildung bauen. Gemeinsam mit den Ländern hat das BMBF 2010 dafür zusätzlich den Wettbewerb "Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen" auf den Weg gebracht – damit lebenslanges Lernen bald bundesweit Schule macht.
Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung
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