Ausbildereignungsprüfung

Die Ausbildereignungsprüfung

Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung
(nach Ausbildereignungsverordnung / AEVO 2009)

Die Grundlage für die Berechtigung Auszubildende nach gesetzlichen Bestimmungen ausbilden zu können, ist der erfolgreiche Abschluss eines Ausbildungslehrgangs, der durch den Ausbilderschein bestätigt wird. Die Anforderungen und Bestimmungen regelt die überarbeitete und seit 2009 geltende Ausbildereignungsverordnung, kurz AEVO. Die Prüfung zur Erlangung des Nachweises beinhaltet einen schriftlichen und einen praktischen Teil. Der praktische Teil der Prüfung besteht aus der Präsentation einer Ausbildungssituation mit anschließendem Fachgespräch; es kann jedoch nach wie vor eine Ausbildungssituation auch praktisch (ohne Präsentation) durchgeführt werden. 

Voraussetzungen für Ausbilder: Persönliche, fachliche und pädagogische Eignung

Von angehenden Ausbildern, die im Betrieb in den anerkannten Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz ausbilden wollen, werden vom Gesetzgeber folgende Dinge verlangt: Persönliche Eignung, fachliche Eignung sowie berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse.

Die persönliche Eignung gilt grundsätzlich als gegeben, sofern der angehende Ausbilder nicht nach einer der Regelungen aus §25 Jugendarbeitsschutzgesetz (Vorbestrafung wegen einer Straftat) Jugendliche weder beschäftigen noch ausbilden darf.

 

Die Klärung der fachlichen Eignung ist ein entscheidender Schritt zur Erlangung der Ausbildereignung:

Können zwar berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse aufgrund einer bestandenen Ausbildereignungsprüfung nachgewiesen werden, aber nicht die nötigen Fachkenntnisse eines Ausbildungsberufes, dann darf auch nicht ausgebildet werden. Die erforderliche fachliche Eignung gilt zum Beispiel dann als nachgewiesen, wenn der zukünftige Ausbilder selbst eine Ausbildung in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung erfolgreich abgeschlossen hat und über eine angemessene Berufserfahrung verfügt.

Der „Erwerb der arbeitspädagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten“  wird durch das Bestehen der Ausbildereignungsprüfung dokumentiert.

Die 4 Handlungsfelder und Aufgaben der Ausbildereignungsverordnung  (gemäß §§ 2, 3 AEVO) 

Handlungsfeld 1

Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planenDas Handlungsfeld Nummer 1 umfasst die berufs- und arbeitspädagogische Eignung, Ausbildungsvoraussetzungen zu prüfen und Ausbildung zu planen.

Handlungsfeld 2

Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirkenDas Handlungsfeld Nummer 2 umfasst die berufs- und arbeitspädagogische Eignung, die Ausbildung unter Berücksichtigung organisatorischer sowie rechtlicher Aspekte vorzubereiten.

Handlungsfeld 3

Ausbildung durchführenDas Handlungsfeld 3 umfasst die berufs- und arbeitspädagogische Eignung, selbstständiges Lernen in berufstypischen Arbeits- und Geschäftsprozessen handlungsorientiert zu fördern.

Handlungsfeld 4

Ausbildung abschließen
Das Handlungsfeld 4 umfasst die berufs- und arbeitspädagogische Eignung, die Ausbildung zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen und dem Auszubildenden Perspektiven für seine
berufliche Weiterentwicklung aufzuzeigen.

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