Rechtsformen

Rechtsformen der Unternehmen

Die Unternehmen in Deutschland können auf rechtlicher Ebene, auf drei unterschiedliche Weisen gegründet werden:  

  • Einmanngesellschaft (Einzelunternehmen)
  • Partnerschaftsgesellschaft (Personengesellschaften)
  • Kapitalgesellschaft 

Die Entscheidung, in welcher Rechtsform Sie Ihr Unternehmen führen wollen, hat persönliche, finanzielle, steuerliche und rechtliche Folgen. Zur Auswahl stehen Einzelunternehmen, Personengesellschaften oder Kapitalgesellschaften. Allgemein gilt: Es gibt nicht die optimale Rechtsform für ein Unternehmen. Jede Form hat Vor- und Nachteile. Was für Sie bei einer Rechtsform wichtig ist, mag für andere unwichtig sein( z.B. das geschäftliche Ansehen einer Rechtsform).

Und was heute richtig ist, mag in der Zukunft verbesserungsbedürftig sein.
Also ist die Wahl der Rechtsform situationsbedingt und kann demnach verändert werden. 
Auch wenn das deutsche Handelsrecht allen ausländischen Unternehmern die Möglichkeit gibt, in allen Branchen tätig zu sein, legt das Fremdenrecht gewisse Einschränkungen fest. 

Kapitalgesellschaften

Die Haftungsbeschränkung ist je nach Branche ein wichtiger Grund für die Wahl einer Kapitalgesellschaft als Rechtsform. Ihre Gesellschafter bzw. Aktionäre haften für geschäftliche Aktivitäten- mit Ausnahme- nur in Höhe ihrer Einlage. Für größere Vorhaben spielt allerdings auch die notwendige Kapitalbeschaffung eine Rolle.
Gesellschafter bzw. Aktionäre geben Kapital, ohne dass diese aktiv an der Geschäftsführung beteiligt werden müssen. Zu den Kapitalgesellschaften gehören die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), die GmbH- Variante Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), die Aktiengesellschaft (AG) und die Europäische- Aktiengesellschaft (SE).

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Der ausschlaggebende Unterschied zwischen Einzelunternehmen und Kapitalgesellschaft besteht darin, dass die entstehenden Verluste vom Eigenkapital entrichtet werden. Dementsprechend ist bei jedem Existenzgründer ein Mindestkapital vorauszusetzen. Verglichen mit einer Personengesellschaft, ist der Gründer eines Einzelunternehmens gleichzeitig auch der Leiter des Unternehmens, wobei in einer Personengesellschaft selbstverständlich auch Andere zur Wahl stehen.

Im Gegensatz zu solchen Einzelunternehmen verfügt die GbR über eine begrenzte Rechtsfähigkeit. Dies bedeutet, dass niemand die Erlaubnis besitzt, unabhängig von anderen Anteilhabern eine Entscheidung zu treffen. Also benötigt ein Handelsgeschäft die Zustimmung aller Partner.

Eine Gemeinsamkeit von Einzelunternehmen und Personengesellschaften ist die Tatsache, dass diese bei einem Jahreseinkommen von 24.500€ pro Person keine Körperschaftssteuer zahlen müssen. Bei beiden Rechtsformen halten sich die Betriebskosten, im Vergleich zu Kapitalgesellschaften sehr niedrig und es ist kein Mindestkapital vorausgesetzt. Als Beispiele für Personengesellschaften wären GbR, KG, OHG, PartG und GmbH&CO. KG. zu nennen. 

Rechtsform ändern

Die erste Entscheidung für eine bestimmte Rechtsform ist keine Entscheidung für die Ewigkeit. Die Rechtsform ist vielmehr wie ein Kleid, das je nach Bedarf getragen und auch gewechselt werden kann und sollte.

Wann sollte die Rechtsform geändert werden?

 

 

  • Ein Einzelunternehmen ist stark gewachsen und/ oder will neue oder risikoreichere Geschäftsfelder erschließen. Es benötigt deswegen eine Rechtsform, die die persönliche Haftung des Unternehmers reduziert (z.B. GmbH).
  • Der Partner scheidet aus einer GbR, OHG oder KG aus, die bisherige Gesellschaftsform kann nicht fortgeführt werden. Denkbar wäre ein Einzelunternehmen.
  • Ein neuer Partner oder aber ein stiller Geldgeber soll beteiligt werden. Hierfür könnte z.B. eine GmbH oder KG in Betracht kommen. 

Umsetzung und Kosten

Für einen Rechtsformwechsel sollten Sie mindestens einen Zeitraum von drei bis vier Monaten veranschlagen. Zuweilen kann der Wechsel auch länger dauern.

Typische einmalige Aufwendungen sind Kosten für Beurkundung, Beratung und Bekanntmachung. Die Kosten hängen vom Stamm- und Grundkapital des Unternehmens ab.

Quellen: 1)  Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie


Rechtsformen der Unternehmen

Rechtsformen der Unternehmen

Die Unternehmen in Deutschland können auf rechtlicher Ebene, auf drei unterschiedliche Weisen gegründet werden: 

  • Einmanngesellschaft (Einzelunternehmen)
  • Partnerschaftsgesellschaft (Personengesellschaften)
  • Kapitalgesellschaft

Die Entscheidung, in welcher Rechtsform Sie Ihr Unternehmen führen wollen, hat persönliche, finanzielle, steuerliche und rechtliche Folgen. Zur Auswahl stehen Einzelunternehmen, Personengesellschaften oder Kapitalgesellschaften. Allgemein gilt: Es gibt nicht die optimale Rechtsform für ein Unternehmen. Jede Form hat Vor- und Nachteile. Was für Sie bei einer Rechtsform wichtig ist, mag für andere unwichtig sein( z.B. das geschäftliche Ansehen einer Rechtsform).
Und was heute richtig ist, mag in der Zukunft verbesserungsbedürftig sein.
Also ist die Wahl der Rechtsform situationsbedingt und kann demnach verändert werden.

Auch wenn das deutsche Handelsrecht allen ausländischen Unternehmern die Möglichkeit gibt, in allen Branchen tätig zu sein, legt das Fremdenrecht gewisse Einschränkungen fest.

Kapitalgesellschaften

Die Haftungsbeschränkung ist je nach Branche ein wichtiger Grund für die Wahl einer Kapitalgesellschaft als Rechtsform. Ihre Gesellschafter bzw. Aktionäre haften für geschäftliche Aktivitäten- mit Ausnahme- nur in Höhe ihrer Einlage. Für größere Vorhaben spielt allerdings auch die notwendige Kapitalbeschaffung eine Rolle.

Gesellschafter bzw. Aktionäre geben Kapital, ohne dass diese aktiv an der Geschäftsführung beteiligt werden müssen. Zu den Kapitalgesellschaften gehören die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), die GmbH- Variante Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), die Aktiengesellschaft (AG) und die Europäische- Aktiengesellschaft (SE).

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Der ausschlaggebende Unterschied zwischen Einzelunternehmen und Kapitalgesellschaft besteht darin, dass die entstehenden Verluste vom Eigenkapital entrichtet werden. Dementsprechend ist bei jedem Existenzgründer ein Mindestkapital vorauszusetzen. Verglichen mit einer Personengesellschaft, ist der Gründer eines Einzelunternehmens gleichzeitig auch der Leiter des Unternehmens, wobei in einer Personengesellschaft selbstverständlich auch Andere zur Wahl stehen.
Im Gegensatz zu solchen Einzelunternehmen verfügt die GbR über eine begrenzte Rechtsfähigkeit. Dies bedeutet, dass niemand die Erlaubnis besitzt, unabhängig von anderen Anteilhabern eine Entscheidung zu treffen. Also benötigt ein Handelsgeschäft die Zustimmung aller Partner.
Eine Gemeinsamkeit von Einzelunternehmen und Personengesellschaften ist die Tatsache, dass diese bei einem Jahreseinkommen von 24.500€ pro Person keine Körperschaftssteuer zahlen müssen. Bei beiden Rechtsformen halten sich die Betriebskosten, im Vergleich zu Kapitalgesellschaften sehr niedrig und es ist kein Mindestkapital vorausgesetzt. Als Beispiele für Personengesellschaften wären GbR, KG, OHG, PartG und GmbH&CO. KG. zu nennen.

Rechtsform ändern

Die erste Entscheidung für eine bestimmte Rechtsform ist keine Entscheidung für die Ewigkeit. Die Rechtsform ist vielmehr wie ein Kleid, das je nach Bedarf getragen und auch gewechselt werden kann und sollte.

Wann sollte die Rechtsform geändert werden?

  •  Ein Einzelunternehmen ist stark gewachsen und/ oder will neue oder risikoreichere Geschäftsfelder erschließen. Es benötigt deswegen eine Rechtsform, die die persönliche Haftung des Unternehmers reduziert (z.B. GmbH).
  •  Der Partner scheidet aus einer GbR, OHG oder KG aus, die bisherige Gesellschaftsform kann nicht fortgeführt werden. Denkbar wäre ein Einzelunternehmen.
  •  Ein neuer Partner oder aber ein stiller Geldgeber soll beteiligt werden. Hierfür könnte z.B. eine GmbH oder KG in Betracht kommen.

 

Umsetzung und Kosten

Für einen Rechtsformwechsel sollten Sie mindestens einen Zeitraum von drei bis vier Monaten veranschlagen. Zuweilen kann der Wechsel auch länger dauern.
Typische einmalige Aufwendungen sind Kosten für Beurkundung, Beratung und Bekanntmachung. Die Kosten hängen vom Stamm- und Grundkapital des Unternehmens ab.

 

Quellen: 1)  Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Einzelunternehmen

Einzelunternehmen

Typisch für Einzelunternehmen und Personengesellschaften ist, dass hier der Einzelunternehmer oder die Gesellschafter für die Schulden des Unternehmens mit ihrem persönlichen Vermögen haften. Sie müssen kein Mindestkapital aufbringen und sind darüber hinaus nicht nur Inhaber, sondern auch Leiter ihres Unternehmens. Ein typischer Einzelunternehmer ist der Kaufmann. Zu den Personengesellschaften zählen die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR), die Kommanditgesellschaft (KG), die offene Handelsgesellschaft (OHG), die Partnerschaftsgesellschaft(PartG), und die GmbH& Co. KG.

Einzelunternehmen

Volle Kontrolle, Volle Haftung

Für wen und was?

Kleingewerbetreibende, Handwerker, Dienstleister, Freie Berufe

Wie gründen?

  • Entsteht bei Geschäftseröffnung, wenn keine andere Rechtsform
    gewählt wurde
  • Kaufleute: Eintrag ins Handelsregister Pflicht, Kleingewerbetreibende  freiwillig
  • Kein Mindestkapital

Höhe der Haftung?

Unternehmer haftet unbeschränkt mit seinem gesamten Vermögen, auch Privatvermögen.
Es gibt nur einen Betriebsinhaber. Diese Rechtsform eignet sich zum Einstieg.

Quelle:http://www.existenzgruender.de

Gesellschaft des bürgerlichen Rechts

Gesellschaft des bürgerlichen Rechts

Für wen und was?

  • Kleingewerbetreibende, Freiberufler

Wie gründen?

  • Mind. 2. Gesellschafter
  • Formfreier Gesellschaftsvertrag
  • Kein Mindestkapital

Höhe der Haftung?

  • Gesellschafter haften für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber Gläubigern als Gesamtschuldner persönlich.

Jede Geschäftspartnerschaft kann die Form einer GbR annehmen: Kleingewerbetreibende, Praxisgemeinschaften, freie Berufe, Arbeitsgemeinschaften.

Besondere Formalitäten sind nicht erforderlich, sogar eine mündliche Vereinbarung reicht, wenn auch ein schriftlicher Vertrag empfehlenswert ist.

Quelle:http://www.existenzgruender.de

Offene Handelsgesellschaft (OHG)

Offene Handelsgesellschaft (OHG)

Geniesst ein hohes Ansehen

Für wen und was?

Mehrere Personen, die gemeinsam ein kaufmännisches Gewerbe betreiben.
Wie gründen?

  •  Mind. 2 Gesellschafter
  •  Formfreier Gesellschaftsvertrag
  •  Eintragung ins Handelsregister
  •  Kein Mindestkapital

Höhe der Haftung?

Gesellschafter haften für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber Gläubigern als Gesamtschuldner persönlich.

Quelle:http://www.existenzgruender.de

Partnergesellschaft (PartG)

Partnergesellschaft (PartG)

Für wen und was?

  • Freie Berufe

Wie gründen?

  • Mind. 2 Gesellschafter
  • Schriftliche Partnerschaftsvertrag
  • Eintragung ins Partnerschaftsregister
  • Kein Mindestkapital

Höhe der Haftung?

Gesellschafter haften neben dem Vermögen der PartG für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber Gläubigern als Gesamtschuldner persönlich. Nur für „Fehler in der Berufsausübung„ haftet allein derjenige, der den Fehler begangen hat.

  • Für Berufsgruppen, denen die Rechtsform der GmbH verwehrt oder zu aufwändig ist, ist die Partnergesellschaft eine attraktive Alternative zur Sozietät (GbR).
  • Für Kooperationen unterschiedlicher Freier Berufe ist diese Form geeignet.
  • Freiberufler, deren Haftung per Berufsgesetze und Verordnungen beschränkt ist, müssen eine Haftpflichtversicherung abschließen.

 

Quelle:http://www.existenzgruender.de

Kommanditgesellschaft (KG)

Kommanditgesellschaft (KG)

Für wen und was?

Kaufleute, die zusätzliches Kapital benötigen, oder Gesellschafter, die keine persönliche Haftung übernehmen wollen und von der Geschäftsführung ausgeschlossen werden können.

Wie gründen?

    Ein oder mehrere Komplementär(e)
    Ein oder mehrere Kommanditist(en)
    Formfreier Gesellschaftsvertrag
    Eintragung ins Handelsregister
    Kein Mindestkapital

Höhe der Haftung?

Komplementär (persönlich haftender Gesellschafter) haftet für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber Gläubigern persönlich als Gesamtschuldner. Kommanditist haftet persönlich bis zur Höhe seiner Einlage. Die persönliche Haftung ist ausgeschlossen, soweit die Einlage geleistet ist. 

  • Die Kommanditgesellschaft besteht aus dem Komplementär
    und dem Kommanditisten
  • In einer KG führt allein der Komplementär die Geschäfte
  • Leichter als auf dem Kreditweg können Sie an Startkapital kommen, wenn sich Partner (Kommanditisten) finanziell an Ihrem Unternehmen beteiligen
  • Diese können Ihnen meist nicht in Ihre Geschäfte hinein reden und haften nur in der Höhe ihrer Einlagen
  • Komplementär behält in der Regel alleiniges Entscheidungsrecht und haftet dafür mit seinem gesamten Privatvermögen
  • Rechtsform z.B. für Familienmitglieder, die nicht persönlich haften wollen/sollen.

 

Quelle:http://www.existenzgruender.de

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Die GmbH gehört zu den Kapitalgesellschaften. Sie ist für Gründerinnen und Gründer geeignet, die ihre Haftung beschränken möchten.

Gründung

Die GmbH wird von mindestens einem Gesellschafter (Ein-Personen-GmbH) gegründet. Der Gesellschaftsvertrag muss notariell beurkundet werden. Für unkomplizierte Standardgründungen (Bargründung, max. 3 Gesellschafter) stellt das GmbH-Gesetz jetzt zwei Musterprotokolle als Anlage zum GmbH-Gesetz zur Verfügung – eines für Ein-Personen-Gründungen, ein weiteres für Mehr-Personen-Gründungen bis maximal drei Personen. Das beurkundungspflichtige Musterprotokoll fasst drei Dokumente (Gesellschaftsvertrag, Geschäftsführerbestellung und Gesellschafterliste) in einem zusammen. Das Mindeststammkapital, das Sie in die Gründung einbringen müssen beträgt 25.000 Euro. Jeder Geschäftsanteil muss nur noch auf einen Betrag von mindestens einem Euro lauten.

Geschäftsführung

Jede GmbH muss mindestens eine Geschäftsführerin oder einen Geschäftsführer haben. Geschäftsführer kann nur eine natürliche und unbeschränkt geschäftsfähige Person sein. Nicht als Geschäftsführer bestellt werden können für die Dauer von fünf Jahren Personen, die wegen einer vorsätzlichen Straftat der Insolvenzverschleppung, eines Bankrottdeliktes, falscher Angaben, unrichtiger Darstellung oder auf Grund allgemeiner Straftatbestände mit Unternehmensbezug, insbesondere Betrug und Untreue, verurteilt wurden.

Haftung

Gegenüber Gläubigern haftet die GmbH – in der Regel – nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen. Die Gesellschafter haften nicht mit ihrem privaten Vermögen, allerdings gibt es Ausnahmen. Beispiele: Gesellschafter haften zusätzlich mit Privatvermögen bei persönlichen Krediten oder Bürgschaften. Sie haften auch persönlich bei Verstößen gegen die strengen Regeln über das GmbH-Kapital sowie bei der so genannten Durchgriffshaftung (z. B. bei bestimmten Schadenersatzansprüchen).

Eintrag im Handelsregister

Der Gesellschaftsvertrag oder das Musterprotokoll müssen notariell beurkundet werden. Der Notar leitet den Vertrag an das Handelsregister weiter. Spätestens zum Zeitpunkt der Eintragung der GmbH ins Handelsregister muss der Gründer das Stammkapital als Einlage geleistet haben. Das Stammkapital einer GmbH beträgt mindestens 25.000 Euro.

Die Einlage kann durch Bareinlagen, Sacheinlagen (z.B. Maschinen) oder durch gemischte Einlagen (Bar- und Sacheinlagen) erbracht werden. Sacheinlagen müssen vor der Anmeldung der Gesellschaft geleistet sein. Bei Bareinlagen muss vor Anmeldung mindestens ein Viertel der Summe einbezahlt werden. Zusammen mit einer etwaigen Sacheinlage muss mindestens die Hälfte des Mindeststammkapitals vor der Anmeldung der Gesellschaft erbracht werden, also mindestens 12.500 Euro.

Für die Anmeldung der GmbH beim Handelsregister müssen folgende Unterlagen vorgelegt werden:

  • Musterprotokoll oder
  • der Gesellschaftsvertrag,
  • die Legitimation der Geschäftsführer, sofern diese nicht bereits im Gesellschaftsvertrag genannt sind,
  • eine unterschriebene Liste der Gesellschafter mit Name, Vorname, Geburtsdatum und Wohnort der Gesellschafter sowie der Betrag der übernommenen Stammeinlage jedes Gesellschafters,
  • falls Sacheinlagen geleistet worden sind, die Verträge, die den Festsetzungen zugrunde liegen oder zu ihrer Ausführung geschlossen worden sind, und der Sachgründungsbericht,
  • wenn Sacheinlagen vereinbart sind, Unterlagen darüber, dass der Wert der Sacheinlagen den Betrag der dafür übernommenen Stammeinlagen erreicht,
  • In der Anmeldung ist zu versichern, dass auf jeden Geschäftsanteil mindestens ein Viertel der Stammeinlage (mindestens aber 12.500 Euro) geleistet und dem Geschäftsführer zur freien Verfügung steht und dass keine strafrechtlichen Gründe vorliegen, die der Bestellung der Geschäftsführer entgegenstehen (§ 6 Abs. 2 GmbHG).

Unternehmenssitz

Die GmbH muss ihren Satzungssitz im Inland haben. Verwaltungssitz und Betrieb können sich auch an einem anderen Ort befinden, dieser kann auch im Ausland liegen.

Quelle:http://www.existenzgruender.de

Aktiengesellschaft (AG)

Aktiengesellschaft (AG)

Die Aktiengesellschaft (AG) ist eine kapitalbezogene Körperschaft. Sie verfolgt in der Regel wirtschaftliche Zwecke und betreibt daher ein kaufmännisches Unternehmen, für dessen Verbindlichkeiten ausschließlich das Gesellschaftsvermögen haftet.

Die AG ist eine eigene Rechtspersönlichkeit (= juristische Person)

Kleine Aktiengesellschaft (AG)

Die Kleine AG ist eine Gesellschaft mit einer kleinen Zahl von Aktionären, die für die finanzielle Grundausstattung sorgen.

Gründung

Existenzgründer haben die Möglichkeit, als alleiniger Aktionär und Vorstand eine kleine AG allein zu gründen. Sie benötigen jedoch zusätzlich drei Aufsichtsräte. Ein Mindestkapital von 50.000 Euro ist vorgeschrieben. Sie können weitere Anleger an Ihrem Vorhaben durch die Ausgabe von Aktien oder durch die Aufnahme von Kunden als Gesellschafter beteiligen.

Unternehmensführung

Bis 500 Mitarbeiter ist keine Mitbestimmung im Aufsichtsrat vorgesehen. Die Aktien der Kleinen AG werden nicht an der Börse gehandelt.

Haftung

Die Haftung der Kleinen AG gegenüber Vertragspartnern ist beschränkt bis zur Höhe des Gesellschaftsvermögens.

Ein-Personen-AG

Eine so genannte kleine Aktiengesellschaft kann auch von einer Person gegründet werden. Die Gründungsformalitäten sowie die laufenden Pflichten sind allerdings vergleichsweise aufwändig. Die Entscheidung für oder gegen diese Rechtsform sollte daher auf Basis einer intensiven Beratung mit einem Rechtsanwalt oder Notar getroffen werden.

 

Die Aktiengesellschaft zählt, wie die GmbH, zu den Kapitalgesellschaften. Gegenüber der GmbH kann sie folgende Vorteile bieten:

  • Die Anteile lassen sich einfacher übertragen, Partner können auf diese Weise leichter beteiligt werden
  • Die Möglichkeiten der Eigenkapitalbeschaffung sind größer
  • Das Image ist u.U. "eindrucksvoller"
  • Im Aufsichtsrat können wichtige Partner (Experten, Geschäftspartner) als Mitglieder aufgenommen werden, die dem Vorstand (Unternehmer) mit Know-how zur Verfügung stehen
  • Die AG lässt sich durch einfachen Verkauf der Aktien sehr leicht übertragen und ist daher sehr nachfolgefreundlich

Es gibt allerdings auch Nachteile gegenüber einer GmbH-Gründung

  • die Gründungsformalitäten sind umfangreicher
  • das Grundkapital ist höher (50.000 Euro)
  • ein Aufsichtsrat mit mindestens drei Mitgliedern muss eingerichtet werden
  • Der Vorstand (Unternehmer) ist dem Aufsichtsrat gegenüber rechenschaftspflichtig

 

Die folgenden Ausführung sind sehr verkürzt. Nutzen Sie daher bitte die weiterführenden Links und nehmen Sie eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt oder Notar in Anspruch. Nutzen Sie auch die ausführlichen Informationen der Industrie- und Handelskammern.

Gründung

Die Satzung muss notariell beurkundet werden. Die Organe der Aktiengesellschaft, Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung der Aktionäre müssen bestellt werden. Der Aufsichtsrat muss aus mindestens drei Personen bestehen. Der Gründer wird vom Aufsichtsrat zum geschäftsführenden Vorstand bestellt und muss das Grundkapital von mindestens 50.000 Euro aufbringen. Diese können als Geldeinlage und unter bestimmten Bedingungen auch als Sacheinlage geleistet werden. Die Gründung der AG muss vom Vorstand, dem Aufsichtsrat und von einem Dritten, z. B. einem Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater, geprüft werden. Die Gründungsprüfer werden vom Gericht bestellt und sind verpflichtet, einen Prüfungsbericht aufzustellen.

Grundkapital

Das Grundkapital wird in Aktien eingeteilt, entweder nach dem Nennwert (Mindestnennwert 1 Euro) oder nach Stückelung (rechnerischer Mindestnennwert ebenfalls 1 Euro). Es gibt verschiedene Aktien Vorzugsaktien können beispielsweise für den Besitzer mit einem höheren Dividendenanteil verbunden sein. Bei Namensaktien sind der AG die Namen der Aktionäre bekannt. Inhaberaktien werden dagegen anonym gehandelt. Darüber hinaus gibt es noch Stammaktien und vinkulierte Namensaktien.

Haftung

Nach Eintragung ins Handelsregister haftet das Gesellschaftsvermögen der AG in voller Höhe.

Quelle:http://www.existenzgruender.de

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