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„Ein Novum in Deutschland wurde geschaffen“ – Business meets Diversity gegen Diskriminierung und Fachkräftemangel

 

Als Verband Türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa hat ATIAD e.V., gemeinsam mit der Türkisch-Deutschen Studierenden und Akademiker Plattform (TD-Plattform) und der Industrie und Handelskammer Düsseldorf, den ersten Schritt in Richtung Diversity Diskurs getan. Die Plattform „Business meets Diversity“ konnte mit dem Konzept des World Cafés Hochschulabsolventen mit Migrationshintergrund und Unternehmen auf Augenhöhe zusammenbringen.

Als Verband Türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa hat ATIAD e.V., gemeinsam mit der Türkisch-Deutschen Studierenden und Akademiker Plattform (TD-Plattform) und der Industrie und Handelskammer Düsseldorf, den ersten Schritt in Richtung Diversity Diskurs getan. Die Plattform „Business meets Diversity“ konnte mit dem Konzept des World Cafés Hochschulabsolventen mit Migrationshintergrund und Unternehmen auf Augenhöhe zusammenbringen.

Der Auslandskorrespondent des Handelsblattes Ozan Demircan führte die Gruppe aus Unternehmern, Hochschulabsolventen mit Migrationshintergrund sowie wichtigen Multiplikatoren der Politik im Bereich Bildung, Integration und Soziales durch den Abend.

Die knapp 80 Teilnehmer wurden zunächst vom Gastgeber und Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, Gregor Berghausen, begrüßt und in die Strukturen der Industrie- und Handelskammer eingeweiht. Wie wichtig das Thema Diversity für Gregor Berghausen ist, zeigt sich auch in der jahrelangen Erfahrung aus der Berufs- und Weiterbildung, in der er tätig war.

Caner Aver, Präsident der Türkisch-Deutschen Studierenden und Akademiker Plattform, konnte in seinen Grußworten die wichtigsten Fakten zusammenbringen. Wenn die Arbeitslosenquote bei Hochschulabsolventen mit Migrationshintergrund  fünf Mal höher ist, als bei Hochschulabsolventen ohne, dann ist die Frage nach Diversity ein unumgänglicher erster Schritt, um die Problematik zu verstehen und angehen zu können, so die Worte des Präsidenten der TD-Plattform.

Aziz Sariyar, Vorstandsvorsitzender der ATIAD e.V., ging in seinen Worten auf die Perspektive der Unternehmerschaft ein und konnte so das Besondere dieser Veranstaltung betonen. Wenn sich Unternehmer und Bewerber face to face begegnen, brechen Mauern ein, Stigmata werden überdacht und Bewerber als Personen gesehen. 

An diesem Mittwochabend ging es eben genau darum: Alle Akteure kommen auf einer Augenhöhe zusammen und diskutieren Fragen rund um das Thema Fachkräftemangel, Arbeitslosigkeit bei Hochschulabsolventen mit Migrationshintergund, Problematiken im Bewerbungsverfahren aus Unternehmersicht, sowie Lösungsansätze in den Bereichen Bildung, Arbeit und Wirtschaft.

Bevor es in die spannenden Thementische zu diesen Fragen ging, konnte der Diversity-Forscher, Publizist  und -Berater Michael Stuber wichtige Impulse in der Thematik setzen. Michael Stuber betonte, dass das Thema Diversity ist in vielen klein- und mittelständischen Unternehmen noch nicht angekommen sei, obwohl über 200 Studien wissenschaftlich bewiesen haben, dass eine Vielfalt im Unternehmen positive Effekte hat – sowohl wirtschaftlich, als auch sozial. Mit interessanten Beispielen aus der Praxis konnte Michael Stuber das Publikum anregen, sich erste wichtige Gedanken zu machen.

Die vier Thementische wurden in einer vorgelegten Reihenfolge besucht. Der erste Thementisch wurde von Gamze Şimsek, Vorstandsmitglied der TD-Plattform moderiert. In 10 Minuten mussten die Teilnehmer zum Thema Hindernisse beim Arbeitsmarkteinstieg brainstormen, um dann zum zweiten Tisch zu gelangen. Serap Yılmaz, Bildungsreferentin bei ATIAD e.V., stellte die Thematik auf den Kopf und fragte nach der Unternehmerperspektive: Welche Erfahrungen machen Arbeitsgeber im Bewerbungsverfahren mit migrantischen Absolventen? André Rosenberger, Referent Berufliche Weiterbildung bei der IHK Düsseldorf, moderierte den 3. Thementisch. Thema hier: Arbeitsmarktrelevante Qualifikationen. Interessant an diesem Ansatz war die Sicht auf den Migrationshintergrund als Türöffner zu wichtigen Qualifikationen wie beispielsweise Sprachkenntnisse. Ina Esselmann, Referentin der Hauptgeschäftsführung der IHK Düsseldorf, konnte am letzten Thementisch die Meinungen und Kommentare zu Lösungsansätzen fordern.

In einer gemeinsamen Runde wurden die Ergebnisse zusammengetragen, sodass die Teilnehmer noch einmal Gelegenheit bekamen, die Ergebnisse anderer Gruppen zu erfahren. Bei einem Get-Together hatten alle die Möglichkeit, sich noch einmal auszutauschen und Netzwerke zu schaffen. Eine geplante Publikation auf Basis des Abends wird den Diskurs um die Thematik Diversity erweitern.

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